Archiv für: Mai 2009
Böckchen1x1, Teil2, Vergesellschaftungsregeln
Wichtig bei der Zusammenstellung der Bockgruppen ist bezüglich des Charakters und der Auswahl der Tiere Folgendes:
* Möglichst eine gerade Zahl von Böcken zusammen halten
* Je größer die Gruppe, desto unwahrscheinlicher ist es, daß sich alle Aggressionen auf ein Tier konzentrieren
* 2er Gruppen mit 2 Böcken, die sich von klein auf kennen funktionieren meist sehr gut. Verstirbt einer der alten Böcke sollte man möglichst einen Jungbock unter 8 Wochen oder einen Frühkastraten dazusetzen.
Dieser Artikel basiert auf meinen Erfahrunggen und wird laufend erweitert. Solltet ihr auch noch was beisteuern können, es ist jeder Input herzlich willkommen!
Urlaubsmitbringsel
Jedes Jahr wieder sehen wir, wenn wir in den Urlaub in den Süden fahren unzählige Straßenhunde und -katzen. Der geneigte Tierfreund würde am liebsten alle einpacken und mit nach hause nehmen.
Teilweise leben diese Tiere sehr gut, teilweise führen sie ein armseliges Leben, ungeliebt und von allen vertrieben und geächtet. Mittlerweile gibt es etliche Tierschutzorganisationen, die sich der Straßenhunde -und Katzen in Ungarn, Italien, Kroatien, Spanien, etc. annehmen und diese Tiere mit hilfe von Flugpaten nach Deutschland holen.
Ich selbst habe letztes Jahr Flugpatenschaften für 2 große Hunde und eine Katze übernommen. Auf diese Tiere haben sich 3 neue stolze Besitzer am Flughafen schon sehr gefreut. Und ich war glücklich, helfen zu können.
Allerdings hat mich diese Aktion auch zum Nachdenken angeregt. Ist es wirklich sinnvoll, diese liebenswerten Geschöpfe in den Flieger zu setzen und nach Deutschland zu verfrachten? Keine Frage, jedes Tierleben ist es wert gerettet zu werden. Aber sitzen in Deutschen Tierheimen nicht schon genug herrenlose Tiere, die keiner mehr will? Wann ist es gerechtfertigt, Nottiere zu importieren? Sollte man hier nicht ersteinmal vor der eigenen Türe kehren? Über Meinungen und sachliche Diskussion würde ich mich freuen.
Böckchen1x1, Teil1, Das Gehege
Eines der wichtigsten Dinge bei der Meerschweinchen-Bockgruppenhaltung ist neben der Auswahl der "richtigen" Böckchen, viel Platz und eine Bockgerechte Gehegeausstattung.
Nach modernen Erkenntnissen sollte pro Meerschwein mindestens 0,5 qm platz vorhanden sein. Für eine Bockgruppe ist das schon sehr knapp benessen, besser und risikoloser ist ca. 1 qm pro Tier.
Das Gehege sollte böckchentauglich ausgestattet sein, d.h. es sollten keine Engstellen oder Sackgassen existieren, bei denen die Gefahr besteht, daß sich die Tiere nciht mehr aus dem Weg gehen können. Herkömmliche Häuschen aus dem Zooladen sind für eine Bockhaltung meist ungeeignet, da sie viel zu klien sind und oft nur über einen Ausgang verfügen. Ein Streit um so ein Haus kann eine noch so innige Bockfreundschaft für immer zerstören.
Besser sind selbstgebaute Häuser in Übergröße mit mindestens 2 Ausgängen oder Tischchen. Mit solchen Tischchen habe ich selbst sehr gute Erfahrungen gemacht. Das material bekommt man äußerst günstig im Baumarkt und sie sind schnell zusammengebaut. Einfach ein Brett in beliebiger Größe und aus 4-Kant-Hölzern 4 Tischbeine gezaubert und angebracht, fertig ist der Böckchen-Unterschlupf.
Es sollten immer mindestens genauso viele Unterschlüpfe wie Böckchen vorhanden sein.
Futter sollte man nach Möglichkeit nicht in Näpfen füttern, sondern großzügig im Gehege verteilen. So frisst es sich entspannt und Stress wird vermieden.